Punkt 10 und 11
10. noch halbwegs realsozialistische Arbeitseffizienz
(Heute morgen stand ich beim Bäcker. Eine alte Frau vor mir. Hinter der Theke zwei Angestellte. Und was soll ich sagen? Sie haben wirklich beide die Frau bedient. Die eine hat eingepackt, was die alte Frau gesagt hat und die andere hat das dann in der Kasse eingetippt. Dieses faszinierende Spiel erstreckte sich bestimmt über drei bis vier Minuten. Danach haben sich die beiden - trotz mittlerweile gewachsener Schlange hinter mir - auch liebevoll um meine Wünsche gekümmert...)
11. Wenn du auf Klo bist, sei dir bewusst immer Klopapier am Mann/an der Frau zu haben. Es gibt da verschiedene Fälle - hier die beiden wichtigsten in Kürze:
I. Studentenwohnheim: Auf der Toilette gibts nüscht. Zwar gab es zur Begrüssung für jedes Zimmer eine Rolle einlagiges, graues Klopapier, aber nachdem diese - doch relativ schnell - verbraucht war, war man auf sich allein gestellt. Will man nicht 20 Klopapierrollen für dreieinhalb Wochen kaufen, muss man sich - so wie ich - sein Klopapier zusammenborgen. Das habe ich inzwischen fast perfektioniert...
II. Universität/Cafes: Auf der Toilette gibt es einen Klopapierspender, allerdings nicht direkt auf dem Lokus, sondern im Vorraum am Waschenbecken bei den Papierhandtüchern. Auch hier beugt also nur die rechtzeitige Erinnerung bösen Überraschungen nach vollendeter Tat vor.

