Die LISTE continues…
15. Tscheutsch und Germanismen
Jeder, der hier was auf sich hält, spricht Tscheutsch (Tschechischdeutsch). Wenn sich ein paar Jugendliche voneinander verabschieden sagen sie nicht etwa „ahoj“ oder „čau“, wie es der Slovník verlangt, sondern man hört überall nur „Tak jdu, Tschuss.“. Wenn man auf der Straße einen Autofahrer beschimpft, so geht das am besten mit „Ey pozor, du miesä Ratä!“, dazu sollte man ihm möglichst auf die Scheibe spucken und gegen seinen Kotflügel treten… Auch sehr schön, wenn man jemanden auf etwas hinweisen möchte: „Schauj, tady jsou…“
Noch mehr Freude aber macht es, die schon tief in der Sprache verwurzelten Germanismen zu entdecken, die meistens nur in der Umgangssprache verwendet werden. Hier eine kleine Auswahl - viel Spaß beim entziffern (Hilfe: š = sch, c = tz, -ovat ist der Suffix von Verben, also = -en / -ieren):
ÀNUNG
KVARTÝR
TYJÁTR
RANDÁL
FLAŠKA
PLAC
ŠMINKA
KŠEFT (mein absoluter Liebling)
HAJSL (das errät bestimmt niemand)
ŠTEMPL
MAŠINA
FOTR (wär ich auch nie drauf gekommen ohne Hilfe)
ŠUNT
ŠMAKOVAT
STUDOVAT
MALOVAT
KOPIROVAT
Pailos Tipp: Vorsicht! Es gibt aber auch hier "falsche Freunde"... Der HAJNÝ ist nicht etwa irgendein Idiot, sondern der Waldhüter!

