Tatinek Čechů – Der Vater der Tschechen
In England beginnen die Geschichtsbücher beispielsweise mit Wilhelm der Eroberer (William the Conquerer, 1028-1087). Ein wahrhaft großer Mann. Falls man sich aber fragt was dieser große Engländer eigentlich erobert hat, gerät man sofort ins Schwimmen. Eroberte dieser große Engländer doch nichts anderes als England…
Sehr schön ist es auch in Frankreich, wo nämlich Karl der Große (Charlemagne, 748-814) als erster Franzose herhalten muss. Er, der aus einem fränkisch-germanischen Stamm kam, nur Latein sprach, die römische Kaiserkrone anstrebte und ein universales christliches Reich errichten wollte…
Bei den Czechen ist diese Aufgabe Karl IV. (Karel čtvrtí, 1316-1378). Karl ist sozusagen das tschechische Überich. Er hat nicht nur halb Prag errichtet – Karlsbrücke, Karlsplatz, Karlstein, Karlsuniversität – sondern ziert auch den 100 Kc-Schein. Wann immer hier die Frage kommt „Und wer hat’s erfunden?“, gibt’s nur eine Antwort… Genau! Wer war dieser Teufelskerl, dieser Tausendsassa? Nun, aus dem so genannten Haus der Luxemburger stammend, mittelhochdeutsch sprechend, am Pariser Königshof erzogen und aufgewachsen, durch seine böhmische Mutter auf den böhmischen Königsthron geraten und dann zum Kaiser des heiligen Reiches gewählt, war er – natürlich – nichts anderes als
DER GRÖSSTE TSCHECHE ALLER ZEITEN

