Der Preis der Information
Was soll das nun wieder heißen? Machen wir da mal ein ganz einfaches Beispiel, welches sich gerade anbietet: Tschechien, Prag, Karlsuniversität. Auf den Universitätsseiten im Internet und an den Aushängen im Fakultätsgebäude lässt sich an mindestens fünf verschiedenen Stellen nachlesen, dass ein Lektürekurs zur tschechischen Gesellschaft zwischen 1780 und 1948 stattfindet. Diese Information ist an und für sich wertlos, deshalb auch jedem frei zugänglich. Denn wann und wo genau dieser Kurs stattfindet, lässt sich nirgends auch nur annähernd entnehmen. Diese Information ist sehr wertvoll und wird deswegen auch nicht herausgegeben. Da nicht einmal eine Kontaktadresse angegeben ist, kann man sich diese Information wahrscheinlich nur durch mühseliges Klinkenputzen, sprich Herumfragen, beschaffen. Und das ist ein Preis, den ich als erfolgreich sozialisierter Konsument marktwirtschaftlicher Prägung nicht bereit bin zu zahlen. Denn eines ist in der Marktwirtschaft wahrscheinlich noch knapper und wertvoller als Geld: Zeit!
Nochmal – um gleich eventuellen Missverständnissen und einer wieder einmal nicht zu bewältigenden Kommentarflut vorzubeugen – ich zitiere:
Die Information, die [...] zwischen relevanten Bereichen [...] frei fluktuiert.
(der p-log, vor ca. 2 Minuten) Die Information fluktuiert niemals zwischen allen Bereichen der Gesellschaft! Relevante Bereiche wären da in meinen Augen zum Beispiel: Produzent – Konsument, Professor – Student, VW-Vorstandsmitglieder – Bordelle in Brasilien, CDU – Schweizer Banken, Jan Ullrich – Dr. Fuentes,

