Achtung Radfahrer
"- Achtung Radfahrer! Es ist gewiß wunderschön, auf dem blanken Stahlroß frühmorgens der Sonne entgegenzufahren, oder am Abend einen raschen Ausflug in der oder jenen Richtung zu unternehmen. Die langen Tage und die hellen Abende des Sommers sind gar so verlockend - vor allem in der Ferienzeit. Nur sollten sich Radfahrer gesagt sein lassen, auf unbekannten Terrain vorsichtiger als auf bekanneten Wegen und Stegen zu fahren und nicht in wahnsinnigen Hetztempo ohne Rücksicht auf die Fußgänger dahinzuschießen, sich dabei während der Fahrt wohl noch umzusehen und den Fußgängern nur "zum Abschnappen" auszuweichen. Junge, leichtfertige Burschen, die in derartigen kindischen Bravourleistungen schwelgen bilden eine besondere Gefahr der Straße der reife Mann fährt langsamer und überlegter. Jeder Radfahrer sollte bedenken, daß ein Teil der Passanten schwerhörig ist und daher Klingelzeichen leicht überhört. Dann gibt es aber auch Schwachsichtige, Nervenkranke, Herzkranke, Lahme, überhaupt viele kranke und alte Leute sowie kleine Kinder, die nicht in der Lage sind, so rasch auszuweichen, wie es of notwendig ist. Dies sollten in erster Linie auc Motorradfahrer und Autochauffeure bedenken! Aber: "Rücksichtslosigkeit ist Trumpf!" heißt es bei vielen. [...] In der letzten Zeit haben sich erschreckend viele Unglücksfälle durch unsinniges Drauflosfahren ereignet; [...] Ein furchtbarer Unfall ereignete sich in Dresden, wo in rasend schnellen Tempo daherkommender Radfahrer mit einem anderen zusammenprallte, rasch weiterfuhr, dann aber als er wahrnahm, daß ihm der Schädel in Stücke zerbrochen war, tot umsank."
Soweit die also die NWZ, auch von meiner Seite sollten sich die Radler noch einmal gesagt sein lassen, dass auch heute noch viele durch ihren Geschwindigkeitsrausch sich und andere einer ständigen Gefahr aussetzen!

