In den nächsten beiden Tagen finden an den Berliner Unis wieder Wahlen zum StudentInnenparlament (Stupa) statt. Nicht das dieses Gremium irgendwie Einfluß auf die Hochschulpolitik hätte, da die organisierte Studentenschaft in allen entscheidenden Gremien sowieso nur in der absoluten wie relativen Minderheit vertreten ist... Die eigentliche Bedeutung dieser Wahl liegt laut offizieller Informationsbroschüre auch ganz woanders: Deine Stimme entscheidet zumindest indirekt, wie die Beiträge für die Studierendenschaft (momentan 6 Euro pro Studi pro Semester) verwendet werden.Im Prinzip etabliert man also ein Parlament, erhebt Steuern und verschafft dem Parlament damit seine Berechtigung. Hören wir weiter:Die Beiträge werden zu einem Drittel für Sozialabgaben der Studierendenschaft (studentisches Studienberatungs- system, Nothilfefonds, studentische Darlehenskassen etc.) verwendet, ein weiteres Drittel steht den konstituierten Fachschaften zur Verfügung, [...]. Vom letzten Drittel werden die Unkosten der studentischen Selbstverwaltung bezahlt.Mit anderen Worten: das Parlament trägt sich sogar selbst, wobei noch zwei Drittel des Geldes für andere ebenfalls etablierte Institutionen übrig bleiben. Und das ganze ist dann laut Broschüre der "Höhepunkt des studentischen Wahljahrs"...
Eine weiterer Lebensgrund des Parlaments erschließt sich aber nur indirekt aus den Listen, der zur Wahl antretenden Gruppierungen. Hier wird nämlich praxisnah gezeigt wie Politik auszusehen hat. Aber dazu mehr in den nächsten Tagen...
akberlin - 14. Januar, 08:56