Der bei uns so weit verbreitete Geburtstag spielt in Tschechien keine so große Rolle, hier begeht man vielmehr den Namenstag (
svátek) als persönlichen Feiertag. Und wenn man sich das mal genauer überlegt, hat das auch ne ganze Menge Vorteile. Eigentlich genau zwei, nicht mehr, und nicht weniger.
- Zunächst kann man als Eltern im vorhinein bestimmen, dass zu wichtigen Ereignissen (Frühjahrsklassiker, Landesrundfahrten, Olympische Spiele, Biathlohnweltcups u.ä.) keine Horden fremder Kinder oder lästiger Verwandter zwecks einer Feier das eigene Haus bevölkern. Außerdem ist man nicht mehr auf den Zufall angewiesen, wenn man den Feiertag des Kindes kostensparend auf ein anderes kommerzielles Großereignis wie Nikolaus (Nikolaus, Klaus, Nicole), Weihnachten (Adam, Eva) oder den Kindertag (Justin, Regina) legen will.
- Das untransparente sich-Geburtstage-merken und das sich-auch-noch-rechtzeitig-daran-erinnern wird endlich durch ein einfaches, transparentes und jedem zugängliches System ersetzt. Spätestens beim Bäcker an der Ecke fällt einem dann der Name eines guten oder wenigen guten Freundes auf der Tafel oberhalb der von Wespen umschwirrten Quarktaschen ins Auge und man kann zumindestens noch rechtzeitig den obligatorischen Anruf in die Wege leiten.
Deshalb fordert
der p-log: Nieder mit den Geburtstagen! Feiert mehr Namenstage!
akberlin - 17. Februar, 18:07