In Tschechien gibt es ein ehernes Preisgesetz: Was aus dem Westen kommt, ist teuer - zumeist noch teuer als im Westen. Was man selbst herstellen kann, ist billig - und das nicht unbedingt bei minderer Qualität (
siehe auch: Bier, Frauen und Waffeln). So verhält es sich auch beim Eishockey. In den 13 Jahren ihres Bestehens wurde die Tschechische Republik fünf mal Eishockeyweltmeister. Ihren Nationalsport pflegen die Czechen auch mit einer eigenen Profiliga (
Suprliga), wo allerdings aus finanziellen Gründen nur wenige diese Weltmeister spielen. Einige der antretenden Mannschaften Kommen aus Prag oder ihren Vororten. Mit Sparta Praha gegen Slavia Praha trafen die beiden berühmtesten Prager Mannschaften am letzten Sonntag aufeinander.

- Sparta - im proletarischen Weinrot - greift an!
Für nur 110 Kc (3,97 €) konnte man in der gut gefüllten
T-Mobile Arena neben dem Messegelände Eishockey der - zumindest tschechischen - Spitzenklasse sehen. Die
weinroten Spartaner begrüßten als Titelverteidiger die
rot-weißen Slavianer in einem mit über 10500 Leuten gut gefüllten, aber noch nicht ausverkauften Haus. Wer hier an mehr als eine farbliche Übereinstimmung mit Dynamo und TSC denkt, hat Recht, denn die Feindschaft der beiden Vereine ist genauso tief und innig. Selbst von den Spielern wurde sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Handgreiflichkeiten zelebriert, so dass selten beide Mannschaften vollzählig auf dem Eis waren. Trotz einer komfortablen 4:0 Führung der Spartaner nach dem zweiten Drittel, kamen die Slavianer in kurzzeitiger 5:3 Überzahl noch einmal auf 4:2 heran und nur ein paar unglückliche Treffer gegen die Torstangen verhinderten den eigentlich verdienten Ausgleich...

bv
- Jdeme, Sparta, Jdeme!
Siehe auch:
http://www.youtube.com/watch?v=K8DWoIyWaK0
akberlin - 5. Dezember, 11:42